Kommentarkultur


von Marc

Achtung: Dieser Beitrag ist alt.
Es kann gut sein, dass seine Inhalte nicht mehr aktuell sind und es ist auch möglich, dass niemand mehr auf neue Kommentare antwortet.

In den letzten Monaten ist mir etwas aufgefallen an dieser ganzen Blog-Geschichte, die ja nun nicht nur von mir, sondern auch z.B. von René oder Christian betrieben wird:

Der Selfkänter an sich ist ein Web-2.0-Einzelgänger. Er kommentiert kaum bis gar nicht, und wenn doch, dann lieber über ICQ, statt andere an seinen Ergüssen teilhaben zu lassen.

Beispiel gefällig? Edwin sagt, Hey, ich find Deine Beiträge immer super! oder so ähnlich. Freut mich natürlich. Aber warum das nicht einfach mal zum passenden Beitrag kommentieren, lieber Edwin? Anderes Beispiel: Jens schreibt mir via MSN zum Touchscreen-Beitrag von letztens: Der Touchscreen ist ja megageil, aber der Rechner wahrscheinlich noch vieeeeel mehr!

Doch gerade Kommentare (so genannter User Generated Content) machen doch ein Blog oder eben Web 2.0 aus: Die Vernetzung von Gedanken, die Bildung von Communities – ach, das ist so ein altes Web-1.0-Wort, ich meine natürlich: die Bildung sozialer Netzwerke. Aus einer Diskussion kann man so viel gewinnen – doch irgendwie scheint’s hier, bei René oder Christian nicht zu klappen. Schade eigentlich.

Jetzt will ich nicht unbedingt sagen, dass ich kommentarwürdige Beiträge verfasse (auch wenn Markus tapfer das Gegenteil beweist, Danke!). Ich habe aber beispielsweise für Renés Blog viel Werbung gemacht, vor allem bei Höngenern – und irgendwie scheint es dann doch so zu sein, dass es keinen interessiert. Feedback kommt gar nicht, trotz Sprüche wie Ja, da muss ich dem mal was schreiben. Dass sowas demotivierend ist, ist hoffentlich verständlich. Gleiches gilt für Christian, der z.B. einiges zu Karneval gebloggt hat. Eine interessante Beobachtung: Von knapp 45 Beteiligten unserer Karnevalstruppe hat noch keiner etwas kommentiert.

Warum eigentlich? Muss dieses ganze Zeugs denn einseitig ablaufen? Vielleicht kann mir jemand das mal erklären (was diesen Beitrag natürlich ad absurdum führen würde). Ist der Selfkant, diese von mir gern als idyllische, ländliche, vielleicht verschlafene Gegend bezeichnete Region, mit so unglaublich tollen Seiten wie Selfkant Online, tatsächlich noch nicht bereit für Weblogs?

Anmerkung: Ich habe bei diesem Beitrag einmal ausnahmsweise Trackbacks aktiviert, sodass Christian oder René das Thema auch bei sich aufgreifen und gleichzeitig auf diesen Beitrag zurückverweisen können.

6 Kommentare Kommentare abonnieren

  1. Ich bekenne mich auch sofort mal „partially guilty“.

    Übrigens gab es heute bei mir den ersten großen Kommentar-Spam-Angriff. Toll!

    René vor .
  2. Hey Marc, super Beitrag, finds auch schade das die Funktionalitäten die WordPress bietet so wenig ausgenutzt werden, gerade bei so hohen Besucherzahlen bei Events wie Karneval sollte man zumindest einige Kommentare erwarten.. aber nix da … vielleich ist der Selfkant noch nicht bereit für einen „Social Community Blog“ ;-) .

    Außerdem gibt es ja auch noch die Möglichkeit selbst ins Bloggeschehen mit einzugreifen und eigene Beiträge zu verfassen oder den Fetenplaner mit Events zu füllen.
    Jeder aus unserer Truppe bekommt nacht der Anmeldung gerne die nötigen Rechte um bei den Beiträgen seinen Senf beizutragen.

    P.S. das mit den Trackbacks mußt du mir nochmal erläutern

    backi0584 vor .
  3. User Generated Content…

    Marc hat in seinem Beitrag schon recht, ist im Moment trotz hoher Besucherzahlen sehr ruhig hier.
    Aber warum? Ist die Bedienerfreundlichkeit nicht vorhanden? Überwiegt die Schreibfaulheit?
    Wie dem auch sei, hier nochmal an alle… Kommentare s…

    Freundeskreis Selfkant vor .
  4. Lieber Marc, ich finde es nett, dass du mich natürlich auch einmal erwähnst. Statt dich im ICQ zu belästigen, hinterlasse ich dir meine Gedanken gerne einmal im Blog. Natürlich hast du nicht immer Gedanken von dir niedergeschrieben, die man nicht unbedingt kommentieren kann bzw. muss. Das überlasse ich dann lieber dem Verfasser, und einen Kommentar zu verfassen um nur zu schreiben „Richtig“ oder „Sehe ich genau so“ würde am Ende genau so ausarten wie der Spammüll, der einen das Postfach vollhaut. Aber auch von meiner Seite, weiterhin viel Erfolg, und ich oute mich mal „als regelmäßigen“ Leser deiner HP. LG, Edwin

    Edwin vor .
  5. […] Marc’s Meinung zur Kommentarkultur auch hier noch einmal aufzugreifen: Der Mann hat mal wieder vollkommen […]

    London meets Johanna and René » Marc’s Einwurf vor .
  6. Durch Christian bin auf diesen Beitrag aufmerksam gemacht worden. Nein, der Selfkant ist noch nicht reif für Web2.0
    Aber nicht nur der Selfkant. Siehe Praxisbuch Web2.0 von Vitaly Friedmann – deutschlandspezifisch. (das Buch ist übrigens ganz gut)
    Das Desinteresse am Mitmachen frustriert den Alleinschaffenden.
    Uwe

    UHu vor .

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