Marc Görtz

Dojo gegen den Rest der Welt. Und mich.

Ich bin seit ein paar Tagen mehr oder weniger gezwungen, beruflich wieder mit dem Dojo Toolkit zu arbeiten. Damals, als wir Wasser noch am Brunnen holten und Bier noch selber brauten, musste ich das schon mal. So 2006, 2007 rum, als ich noch an neu.de schraubte. Dojo Toolkit 0.4 war aktuell und der heiße Scheiß in Sachen JavaScript. jQuery war noch zu jung und Prototype zu uncool.

Was hat sich seitdem getan?

Nun, jQuery ist unangefochten der König unter den JavaScript-Bibliotheken. Es ist schnell, performant und hat eine steile Lernkurve. Andererseits verlernt man hier durch die zugegebenermaßen seltsame Syntax das eigentliche JavaScript, was auch nicht selten von den coolen Jungs bemängelt wird. Trotzdem gibt es ungefähr eine Fantastilliarde Projekte, die jQuery einsetzen.

In den letzten Tagen habe ich mich also (wieder) in Dojo eingearbeitet. Und ich muss sagen: Fuck. Was ist da los? Ist die Zeit stehen geblieben?

Vielleicht ist ja auch einfach nur die Dokumentation schlecht und ich muss gar nicht so viel Code schreiben, um etwas zu machen, was ich mit jQuery in ein paar Tastenschlägen mache. Vielleicht – denn ich arbeite ja erst seit dieser Woche wieder damit. Aber warum sind die Beispiele durchweg schlechtes HTML? Und warum fühlt sich alles so nach Von-hinten-durch-die-Brust-ins-Auge, so… 2006 an!?

Und gibt es vielleicht irgendwo ansehnliche Referenzen für den Einsatz von Dojo? Wir suchten heute Nachmittag mal und fanden… nichts. Kann doch nicht sein, oder? Helft mir!

Disclaimer: Ich bin MooTools- und jQuery-Fanboy. Und hatte Lust zu ranten.