Am Wochenende fand das Frühjahrskonzert des Instrumntalvereins Tüddern unter dem Motto „Zeitreise“ statt. Und ich war tatsächlich ein bisschen stolz, als nicht nur unser Vorsitzender, sondern auch noch der Bürgermeister einige nette Worte zu meiner Ehrung fanden. 30 Jahre Musiker! 20 Jahre Vorstand! Weiter, immer weiter! 🤘🏼🎶🎺
Ich habe in den letzten zwölf Monaten eine Reihe von Stücken für den Musikverein umschreiben dürfen, denn statt eines E♭-Horns spielt ein Mitglied nun F-Horn. Auch wenn es relativ einfach ist, in E♭ geschriebene Werke nach F „umzudenken“ – man muss einen Ganzton tiefer spielen und sich zwei ♭ dazudenken –, ist eine richtige F-Stimme dann doch angenehmer.
Also habe ich mich auf die Suche nach einem brauchbaren Notensatzprogramm für den Mac gemacht. Während ich damals unter Windows jahrelang mit capella als Quasi-Standard unter Hobby-Musikern wunderbar zurecht kam, gestaltete sich das für den Mac schwieriger. Finale und Sibelius waren mir mit stolzen 550 € entweder zu teuer oder mit einem Abo-Modell nicht interessant für mein Hobby.
Disclaimer dazu: capella 8 gab’s zum Zeitpunkt meiner Suche noch nicht – das läuft auch auf macOS. Und inzwischen gibt es auch das kostenlose Sibelius First, was vermutlich für meine Zwecke ebenso ausreichend wäre.
Jedenfalls bin ich nun bei MuseScore gelandet – nach eigener Aussage „das beliebteste Notensatzprogramm der Welt“. Das ist schon mal eine Ansage! Aber: MuseScore ist Open Source, freie Software, funktioniert u.a. auch auf macOS, kann MusicXML importieren und exportieren, und was auch interessant ist: Es kann tatsächlich auch capella-Dateien lesen, was für meine Uralt-Dateien aus den 90ern echt praktisch ist.
Mit MuseScore habe ich in den vergangenen Wochen eine Reihe von Werken umgeschrieben.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Tastatureingabe, für die das Muskelgedächtnis einige Zeit braucht: 5 für Viertelnoten, 4 für Achtelnoten, 6 für halbe Noten – nun ja. Aber es erfüllt seinen Zweck mehr als ausreichend, und so konnte ich schon eine ganze Reihe Märsche, Martins- und Weihnachtslieder von B♭ oder E♭ nach F transponieren. Also, supergutes Tool! 👍🏼
Was übrigens auch sehr cool ist: Es gibt eine große MuseScore-Community, die Werke im MuseScore veröffentlicht, wie z.B. „City of Stars“ aus „La La Land“. 💛
Seit zwei Wochen proben wir intensiv an einem Konzert zum Gedenken an das Ende des 1. Weltkriegs vor einem Jahrhundert. Über 100 Musiker aus Maaseik, Neeroeteren, Opoeteren, Roosteren, Nieuwstadt, Susteren, Dieteren, Saeffelen, Süsterseel, Schalbruch und Tüddern wirken daran mit – ein sensationelles und einzigartiges Ereignis! 🎶🎺🎷🥁🎻🎹
Endlich wieder ein Solo! 😍 15 Jahre ist es her, dass ich dieses Stück – damals noch die zweite Stimme – zuletzt gespielt habe, und pünktlich zu meinem 30-jährigen Vereinsjubiläum in 2019 wurde es wieder ausgeteilt. Ich freue mich schon auf kommende Woche, wenn wir das Stück dann endlich auch mal als Duett spielen. 🎶🎺
Am Volkstrauertag nehme ich mit einigen weiteren Musikern aus meinem Verein am Abschlusskonzert der Gedenkfeier anlässlich des Endes des 1. Weltkriegs teil. Gestern hatten wir die erste Probe in »unserem« kleinen Kreis, ehe es dann ab nächstem Sonntag mit dem 110-köpfigen Orchester an die eigentliche Vorbereitung geht.
Ich freue mich schon seit Monaten auf diese Erfahrung. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, in einem so großen und so vielfältig besetzten Orchester zu spielen, geschweige denn zu einem solchen Anlass? Ich bin sehr neugierig, wie das Zusammenspiel mit Musikern aus den Niederlanden, Belgien und aus den Nachbardörfern klappt und was wir zustande bringen.
Hier Beispiele für die Musik, die wir u.a. an dem Abend spielen werden:
Auf das hier bin ich besonders gespannt – denn das dürfte wohl das schwerste und anspruchsvollste Stück sein, das ich in meinen 30 Jahren als Musiker bisher gespielt habe: