Einmal Stuttgart und zurück

Letzten Dienstag ging es mit Ina nach Stuttgart zu Anastasia. Das Musical basiert lose auf dem gleichnamigen Zeichentrickfilm aus 1997.

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Und noch einmal …

Zack. Versammlung vorbei und zum 1. Geschäftsführer wiedergewählt worden: Es beginnt mein 20. Jahr im Vereinsvorstand.

Haldenzauber

Gestern waren Julia, Udo, Raffaela und ich beim so genannten Haldenzauber in Hückelhoven. Auf der 70 Meter hohen Millicher Halde gibt es dort noch bis zum 6. Januar einen Parcours aus Lichtinstallationen, kunstvollen Objekten, interaktiven Figuren und musik-synchronen Inszenierungen.

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Gabriellas sång

Heute ist es fast zwei Wochen her, als ich mit Ina und hundert anderen Musikern in Maaseik ein Gedenkkonzert zum Ende des 1. Weltkriegs gab.

Gedenkkonzert zum Ende des 1. Weltkriegs

Gestern Abend hatte ich die wohl einzigartige Gelegenheit, gemeinsam mit sieben anderen Musikern aus meinem Verein an einem Gedenkkonzert anlässlich des Endes des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren teilzunehmen. Es bildete den Abschluss der Gedenk­feierlichkeiten, die von den Gemeinden Maaseik (B), Echt-Susteren (NL) und dem Selfkant (D) organisiert wurden und das ganze Wochenende stattfanden.

Nach gerade einmal vier Proben und einer Generalprobe fand das Konzert im nahezu ausverkauften Maaseiker Kulturzentrum „Achterolmen“ statt. Zusammen mit über 100 anderen Musikern führten wir ein beeindruckendes Programm auf, das Werke wie „Carmina Burana“ und „Amazing Grace“ (mit obligatorischen Dudelsack-Spielern), aber auch weniger bekannte Blasmusik wie „Banja Luka“ von Jan de Haan oder „Reunion and Finale“ aus dem ’93er Film Gettysburg enthielt.

Mein persönliches Highlight war ein Arrangement von „I pini della via appia“ aus Respighis „Pini di Roma“ – da bekomme ich jetzt noch einen Kloß im Hals beim Hören. Ein wirklich gewaltiges Stück! Hier eine Aufnahme, als André Rieu das mit hunderten Musikern in der Amsterdam Arena aufführte:

Aber auch der Austausch mit anderen Musikern aus dem Selfkant und natürlich auch aus den niederländischen und belgischen Vereinen war es absolut wert, an diesem Konzert mitgewirkt zu haben. Und irgendwie ist dieses einmalige Erlebnis jetzt ganz schnell vorbei gewesen. Schade. 😞

Von unseren „Fans“ im Publikum wurden mir noch einige Aufnahmen zugespielt, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Carmina Burana:

Gabriellas sång:

Evening Song:

Amazing Grace:

MuseScore

Ich habe in den letzten zwölf Monaten eine Reihe von Stücken für den Musikverein umschreiben dürfen, denn statt eines E♭-Horns spielt ein Mitglied nun F-Horn. Auch wenn es relativ einfach ist, in E♭ geschriebene Werke nach F „umzudenken“ – man muss einen Ganzton tiefer spielen und sich zwei ♭ dazudenken –, ist eine richtige F-Stimme dann doch angenehmer.

Also habe ich mich auf die Suche nach einem brauchbaren Notensatzprogramm für den Mac gemacht. Während ich damals unter Windows jahrelang mit capella als Quasi-Standard unter Hobby-Musikern wunderbar zurecht kam, gestaltete sich das für den Mac schwieriger. Finale und Sibelius waren mir mit stolzen 550 € entweder zu teuer oder mit einem Abo-Modell nicht interessant für mein Hobby.

Disclaimer dazu: capella 8 gab’s zum Zeitpunkt meiner Suche noch nicht – das läuft auch auf macOS. Und inzwischen gibt es auch das kostenlose Sibelius First, was vermutlich für meine Zwecke ebenso ausreichend wäre.

Jedenfalls bin ich nun bei MuseScore gelandet – nach eigener Aussage „das beliebteste Notensatzprogramm der Welt“. Das ist schon mal eine Ansage! Aber: MuseScore ist Open Source, freie Software, funktioniert u.a. auch auf macOS, kann MusicXML importieren und exportieren, und was auch interessant ist: Es kann tatsächlich auch capella-Dateien lesen, was für meine Uralt-Dateien aus den 90ern echt praktisch ist.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Tastatureingabe, für die das Muskelgedächtnis einige Zeit braucht: 5 für Viertelnoten, 4 für Achtelnoten, 6 für halbe Noten – nun ja. Aber es erfüllt seinen Zweck mehr als ausreichend, und so konnte ich schon eine ganze Reihe Märsche, Martins- und Weihnachtslieder von B♭ oder E♭ nach F transponieren. Also, supergutes Tool! 👍🏼

Was übrigens auch sehr cool ist: Es gibt eine große MuseScore-Community, die Werke im MuseScore veröffentlicht, wie z.B. „City of Stars“ aus „La La Land“. 💛

Oktoberfest

Traditionell finden »unsere« Oktoberfeste auch tatsächlich im Oktober statt und nicht im September, wie es zum Beispiel die verrückten Bayern tun. Am Wochenende ging es dann auch gleich zu zwei Oktoberfesten:

Am Freitag war ich bei der Eröffnung des Oktoberfeest Sittard. Das größte Volksfest der Süd-Niederlande wird mit einer großen, bunten Oktoberfestparade eröffnet, die einem Karnevalsumzug in nichts nachsteht. Riesige Festwagen, auf denen angetrunkene Buam und Madl jeden Alters zu den neuesten Apres-Ski-Hits hüpfen, dazwischen immer wieder ein (riesiger) Musikverein. Es war spaßig anzusehen.

Am Samstag erhielt ich ein Paket mit neuer Lederhose, Trachtenhemd, Weste – also ein komplettes Outfit. Trotz der gleichen Größen wie immer fielen die Kleidungsstücke allesamt deutlich kleiner, ein Hemd hingegen viel zu groß aus. Also kurzerhand rüber nach Sittard gedüst und zumindest eine neue kurze Lederhose geshoppt, denn bei den anstehenden Temperaturen wollte ich nun nicht in meiner 3/4-Hose herumlaufen. 💸

Am Sonntagmorgen ging es zunächst mit meinen Musikerkollegen nach Maaseik, wo wir mit vielen anderen Musikern die ersten Stücke für das Konzert im November probten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie technisch versiert niederländische (und belgische) Musiker sind – da werde ich wohl in den nächsten Wochen noch etwas an meiner Spielweise arbeiten müssen. 😨 Aber nichtsdestotrotz auch ein Lob eingeheimst: Der Dirigent hatte noch nie so ein homophones Euphonium-Register gehört! Voll gut! ✌🏼

Gleich nach der Probe ging es dann zum Haarener Oktoberfest. Bei Bier und mehr (im Zelt) oder weniger (draußen) guter Musik genossen wir das fantastische Wetter und trafen das eine oder andere bekannte Gesicht – denn dafür steht Haaren nun mal: Man trifft jede Menge alter Bekannte.

Jetzt stehen noch zwei kleinere vereinsinterne Oktoberfeste an und dann ist die Saison auch schon wieder vorbei.

Gedenkkonzert zum 1. Weltkrieg

Am Volkstrauertag nehme ich mit einigen weiteren Musikern aus meinem Verein am Abschlusskonzert der Gedenkfeier anlässlich des Endes des 1. Weltkriegs teil. Gestern hatten wir die erste Probe in »unserem« kleinen Kreis, ehe es dann ab nächstem Sonntag mit dem 110-köpfigen Orchester an die eigentliche Vorbereitung geht.

Ich freue mich schon seit Monaten auf diese Erfahrung. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, in einem so großen und so vielfältig besetzten Orchester zu spielen, geschweige denn zu einem solchen Anlass? Ich bin sehr neugierig, wie das Zusammenspiel mit Musikern aus den Niederlanden, Belgien und aus den Nachbardörfern klappt und was wir zustande bringen.

Hier Beispiele für die Musik, die wir u.a. an dem Abend spielen werden:

Auf das hier bin ich besonders gespannt – denn das dürfte wohl das schwerste und anspruchsvollste Stück sein, das ich in meinen 30 Jahren als Musiker bisher gespielt habe:

Elvis has left the building

Es fühlt sich immer noch etwas seltsam an: Seit gestern bin ich offiziell bandlos!

Nach 15 Jahren – das ist so ziemlich genau die Hälfte meines Musikerlebens – habe ich den Job als Tenorhorn-Spieler in der Büsch Band aufgegeben. Wir hatten zuletzt auf der Landpartie in Gangelt und beim Heimspiel am Vatertag in Tüddern zwei grandiose Auftritte – aber bekanntlich soll man ja aufhören, wenn’s am Schönsten ist.

Jetzt genieße ich erstmal die probefreien Samstage und wer weiß, vielleicht ergibt sich ja in der Zukunft nochmal was …

Adieu, 2017!

Traditionen müssen gewahrt werden: Offenbar verblogge ich nur noch zum Jahresabschluss eine Kleinigkeit …

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